Samstag 07.09.2024
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Kulturhof Lübbenau Güterbahnhofstraße 60Lübbenau/Spreewald03222

“Engerling” spielt Rolling Stones

“Engerling” passten in all den Jahren nirgends ins Konzept und haben es doch
geschafft, sich selbst und ihrem Publikum treu zu bleiben. Den DDRKulturfunktionären schien die Band um Pianist und Songwriter Wolfram Bodag
als Blues-Band zu weit weg vom Idealbild des liedhaften Rock „als
eigenständigen DDR-Beitrag zur internationalen Musikkultur”, als dass man sie
wirklich hätte groß raus kommen lassen. Blues-Puristen dagegen kritisierten
mangelnde Authentizität einer Bluesband, die sich um die Einhaltung des
originalen Zwölf-Takt-Schemas wenig scherte und statt dessen Blueselemente
nach Belieben mit Rock- und Soulelementen vermengte oder sich gar in lange
Improvisationen verstieg, die viel eher ins psychedelische Flower-Power-Lager
gepasst hätten.
Neben den eigenen Songs spielen “Engerling” gern mal komplette Konzerte mit
Songs der legendären Rolling Stones. Der Kulturhof Lübbenau bietet am 7.
September die Möglichkeit eine ostdeutsche Legende zu erleben, die eine
englische Legende mit Leben erfüllt. Seit 1998 haben “Engerling” viel Spaß an
diesen Abenden und die Fans freuen sich natürlich auch. Neben
Ehrenbezeugung geht es den Vier von “Engerling” aber auch um den Spaß,
endlich einmal alle eigenen Lieblingssongs der “Stones” spielen zu können. So
wie damals, als man eine Band gründete, weil man die Songs der großen RockHeroen möglichst Note für Note nachspielen wollte. Die “Stones” aber rocken
immer noch richtig gut, genauso wie “Engerling”. Trotzdem verkniffen es sich
der Meister Bodag, Gitarre Heiner Witte, Bass Manne Pokrandt und Trommler
Peter Lucht, neuere Songs der “Glimmer Twins” zu covern. Schließlich wollen
wir alle doch alle lieber “Satisfaction” oder Play With Fire” hören, denn das sind
die Titel, mit denen sich die “Steine” ihren Ruhm erspielt haben. Die
Songauswahl ist bei dem riesigen Repertoire naturgemäß etwas schwierig, nur
die bekannten Stücke wollte man aber auch nicht spielen. So wurden es Songs,
die oft unverdient in der zweiten Reihe stehen, wie “Waiting On A Friend” vom
Album “Tattoo You” oder “Dead Flowers” von “Sticky Fingers”.