Wenn pure Energie auf unbändige Spielfreude trifft und das Publikum nicht mehr stillstehen kann, dann stehen meist Schlagzeuger Silvio, Bassist Denny, Gitarrist und Pianist Marco sowie Sänger Matze auf der Bühne. Die vier Musiker bilden zusammen die Band „Fratres“, ein lateinischer Name, der übersetzt „Brüder“ bedeutet und bei dieser Formation in jeder Hinsicht Programm ist. Die Keimzelle der Kombo bilden nämlich Schlagzeuger Silvio und Sänger Matze, die nicht nur die Gründungsmitglieder der Band, sondern auch im echten Leben leibliche Brüder sind. Gemeinsam legten sie das rhythmische und gesangliche Fundament, auf dem der unverwechselbare Sound von „Fratres“ wächst. Multiinstrumentalist Marco kam anfangs als sehr zurückhaltender Musiker zur Truppe. Es brauchte einige Zeit und gutes Zureden, bis er sich schließlich ein Herz fasste, sein Piano mitbrachte und der Band damit völlig neue musikalische Facetten eröffnete. Bassist Denny wiederum stieß nach mehreren Besetzungswechseln ursprünglich nur als temporäre „Aushilfe“ dazu. Das Schicksal schlug dann bei einem schweißtreibenden Auftritt in Wriezen zu: Die Chemie auf und hinter der Bühne war so überwältigend, dass Denny gar nicht mehr anders konnte, als fest und voll mit einzusteigen. Seit diesem Schlüsselmoment ist das Quartett komplett und harmoniert perfekt. Was die Band heute ausmacht und zusammenschweißt, ist ehrliche, schnörkellose deutschsprachige Rockmusik. Ihr Stil ist dabei ein faszinierender Spagat, bei dem der tiefgründige Liedermacher-Rock eines Gerhard Gundermann auf die rohe Energie der Böhsen Onkelz, den exzentrischen Punk-Vibe von Nina Hagen und den klassischen Deutschrock von Marius Müller-Westernhagen trifft. Neben starken Eigenkompositionen lebt die Band vor allem von ihren einzigartigen Coverversionen: Bekannte Hits werden nicht einfach nur stumpf nachgespielt, sondern teilweise komplett neu für sich interpretiert und mit einer ganz eigenen, druckvollen Note versehen. Das Ergebnis ist eine explosive Mischung, die vor allem live ihre volle Wirkung entfaltet. Wenn „Fratres“ die Bühne betritt, springt der Funke sofort auf das Publikum über, getragen von einer mitreißenden Spielfreude, die man einfach selbst einmal gesehen und gehört haben muss.
