Nodfyr ist ein altes Wort für das sogenannte „Notfeuer“ aus dem Mittelalter. Von einer Krankheit oder Seuche befallenes Vieh wurde durch den Rauch eines Feuers getrieben. „Nodfyr“ aus den Niederlanden, genauer gesagt aus der Provinz Gelderland, treiben wahrscheinlich keine völlig verwirrten Hühner über glühende Holzscheite, haben sich aber in gewisser Weise der Suche nach ihrer eigenen Identität verschrieben. Das Cover, der Bandname und die Texte in niederländischer Sprache lassen schon erahnen, wohin die Reise geht. Im Fahrwasser von Falkenbach, Atlantean Kodex und Ereb Altor und der charismatischen Stimme von Ex-Heidevolk-Sänger Joris pendeln die Songs zwischen Epic Metal, Pagan/Folk-Strukturen und Doom hin und her. Überepische Melodieführung, hypnotischer und teils mehrstimmiger Gesang und durch die niederländische Sprache auch mit einem Exotenbonus versehen. Das Tempo, welches „NODFYR“ an den Tag legen ist gebremster Natur. Nicht kriechend, aber weit entfernt von rasantem Schlachtentrubel. Stattdessen geht es behäbig, aber erfreulich abwechslungsreich zu.
Namentlich inspiriert vom düsteren Erra-Epos widmet sich Sturz der Sieben dem Vermächtnis der sieben Unbezwingbaren des babylonischen Pestgottes. Herabgestürzt vom Himmelszelt, um Tod und Feuer in die Welt zu tragen, sind die fünf Musiker zwar nicht, dafür aber Feuer und Flamme, die ein oder andere Nackenmuskulatur vor der Bühne zu zerstören und dabei ordentlich Lärm zu machen, der sich irgendwo zwischen Black- und Deathmetal verortet.